Torre Abbey wird im Juli 2008 nach drei Jahren Restauration wiedereröffnet. Es ist das älteste noch...
Michelin-Sterne auf Englands Erden!
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Die Grafschaft Cheshire und ihre Hauptstadt Chester feiern 2008 mit dem "Year of Gardens" ihre...
England ist der größte und am dichtesten besiedelte Landesteil im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, liest man bei Wikipedia, und dass "England" im Deutschen oft fälschlicherweise als Synonym für die gesamte Insel Großbritannien gebraucht wird. Bleiben wir also geographisch korrekt: Hier geht es um England, den südlichen Teil der Britischen Inseln. Da es das einzige Land in Europa ohne niedergeschriebene Verfassung ist, kann man die Frage, ob England 'nur' ein Landesteil oder ein eigenständiger Staat ist, nicht eindeutig beantworten.
Was verbinden wir mit England? Die Hauptstadt London natürlich, glanzvoller Sitz der königlichen Familie, Kunst- und Designmetropole mit Weltruf. Neue Trends und wahrer Kult geben hier den Ton an - manchmal schrill und hip, aber dennoch oft unnachahmlich "very British" wie eine traditionelle "tea time".
Was assoziieren wir noch? Schlechtes Wetter und notorischen Nebel. Naturgemäß kann dies vorkommen, wir sind auf einer grünen Insel im Atlantik und nicht im Mittelmeer. Doch sind die Wetterdaten weit positiver als gemeinhin vom Klischee verbreitet, das Engländer nie ohne Regenjacke, Melone und Stockschirm das Haus verlassen sieht. Der Engländer nimmt es gelassen und pariert schlechte Laune mit dem sprichwörtlichen englischen Humor. Schließlich ist das milde gemäßigte Klima auch der Grund, warum England für seine wundervollen Parks, blühenden Gärten und englischen Rosen weltberühmt ist.
Wann waren Sie das erste Mal in England? Oft ist die Klassenfahrt der erste Kontakt zum Land und zur Weltsprache Nr. 1, häufig London das erste und meistbesuchte Ziel. London ist und bleibt London, aber dennoch erfindet sich die Stadt an der Themse ständig neu. Abseits von Buckingham Palace, Kronjuwelen und Madame Tussaud gilt es ständig Neues zu entdecken. Diese Stadt ist das pulsierende Herz, aber das 'echte' England wartet außerhalb der Metropole in malerischen Städtchen, auf dem Land und ebenso in urbanen Zentren wie dem modernen Liverpool und dem traditionsträchtigen Oxford.
Die Fremdenverkehrsstatistik weist London klar als Magneten aus. Dann kommt lange nichts… York nimmt für sich in Anspruch, die zweitwichtigste Stadt Englands zu sein. Ein krasser Gegensatz zwischen kosmopolitischem Chic und mittelalterlichem Flair. Genau diese Gegensätze sind es, die England auszeichnen.
Cambridge und Oxford gehören zu den Klassikern, die man gesehen haben sollte. Aktuell ist Manchester ganz groß im Kommen und zahlreiche Städte ziehen mit einfallsreichen Events und Festivals Besucher aus aller Welt an. Jede Region ist anders, doch eins ist vielen Städten gemein: Es gibt eine extrem dichte und außergewöhnliche Kultur - zu der auch Industriekultur zählt, unzählige Shoppingmöglichkeiten, viele Antiquitätengeschäfte und herrliche Buchläden, bei denen man sich nicht wundern würde, wenn - wie im Film Notting Hill - plötzlich Julia Roberts in der Tür stände.
In England spielt Musik die erste Geige. Jedes Jahr im Sommer findet das größte klassische Musikfestival der Welt - "The Proms" - in der Royal Albert Hall in London statt. Kaum jemand, der den Zebrasteifen nicht kennt, auf dem Scharen von Touristen täglich das Foto des legendären Beatles Albums "Abbey Road" zu covern versuchen. Der Londoner nimmt den Fan-Kult um seine vielen Stars und Promis gelassen, zu denen nicht erst seit Lady Di traditionell auch die Royals zählen.
Jeder kennt den Cavern Club, Penny Lane und Strawberry Fields. Nicht nur aber auch wegen der Beatles wird Liverpool 2008 Kultur-Hauptstadt Europas sein. Britische Städte inspirieren, sind seit jeher Orte, an denen sich Bands zusammenfinden, Talente entdeckt und Sounds perfektioniert werden. Hier können Sie bei legendären Konzerten dabei sein, Sie erleben die Stars von morgen und diejenigen, die sich hinaufgespielt haben auf die Bühnen der Welt.
Weltliteratur und viele Filme sind untrennbar mit England verbunden und formen unser Englandbild. "Der Doktor und das liebe Vieh" ist der Inbegriff des ländlichen Yorkshire. Shakespeares Wohnort Stratford-upon-Avon hat fast schon Pilgerzielcharakter, Devon und Cornwall sind Rosamunde Pilcher-Land und auch in Blockbustern wie 'Sakrileg - Der Da Vinci Code' und 'Stolz und Vorurteil' spielt England die heimliche Hauptrolle. Erstaunlich, wie viele Kinder auf Londoner Bahnhöfen nach unsichtbaren Gleisen suchen und gotische Gewölbe im Kreuzgang der Kathedrale von Gloucester bestaunen. Das ist sicherlich nicht auf ein - in diesem Ausmaß beängstigendes - außerschulisches architektonisches Interesse zurück zu führen, sondern darauf, dass hier Szenen einer Zauberlehrlingsstory gedreht wurden, die in 7 Bänden um die Welt geht.
"Ready to Ramble"? Im Königreich des Wanderns, das von einem dichten (Fern-)Wanderwegenetz durchzogen ist, entdeckt man die Landschaft am besten zu Fuß. Querfeldein zu gehen ist hier erlaubt, sofern man die zahlreichen Gatter immer so hinterlässt, wie man sie vorgefunden hat. Diese Ordnung muss sein, und denn sonst tun es die Schafe den Ausflüglern gleich und starten zum Spaziergang in freier Natur. Jüngst charakterisiert das Wandermagazin den englischen Wandersmann humorig als gutgelaunten und kontaktfreudigen Menschen, der bei Sichtweiten um drei Meter schon auf große Distanz am fröhlichen Pfeifen und Singen zu orten ist und selbst beim Picknick im Regenguss nicht die Fassung verliert.
Malerische Regionen wie die Küsten Cornwalls und die sehr typischen Cotswolds prägen den Süden, Wind und Weite, Ginster und Heide den Norden Englands. Zahlreiche Nationalparks schützen charakteristische Landschaftstypen wie etwa der Lake District im Nordwesten und der Peak District im Herzen von England oder die Yorkshire Dales.
England wäre nicht England, würden sich nicht wie beim Sherwood Forest und Forest of Dean Spukgeschichten und Legenden um seine Wälder ranken, deren reicher Wildbestand dem Nationalsport der Jagd beste Voraussetzungen bietet. Nehmen Sie sich Zeit und erkunden Sie diese landschaftliche Vielfalt zu Fuß oder entdecken Sie sie auf ausgewählten Auto- oder Radtouren von einem festen Standort aus.
Das Spannende an England ist, dass es dort selbst das gibt, was es eigentlich nicht gibt. Da liest man im Hotelprospekt von Mrs. Walker, einem Hausgeist. Die Dame ist ein wenig schwerhörig, aber ansonsten völlig ungefährlich. Andernorts erzählt man von 'untoten' Schürzenjägern auf dem Damenklo eines Pubs, nächtlich marschierenden Legionen und ewig trauernden Damen. Geister sind so typisch englisch, skurril und unvermeidbar wie "the same procedure as every year" beim "Dinner for One" am Silvesterabend. Fans in aller Welt lachen über den herrlich britischen Tonfall des (nie synchronisierten!) Sketches, der in England interessanterweise kaum bekannt ist.
Ein Überblick über die englischen Traditionen kann nur Ausschnitte bieten, die durchaus fließende Grenzen zum Klischee zeigen. Der "High Tea" gehört sicherlich dazu, der vom Butler mit Fingerfood oder Gebäck im stilvollen Stadthaus à la Eaton Place oder Herrenhaus auf dem Land zwischen alt-englischen Stilmöbeln am prasselnden Kaminfeuer serviert wird, während draußen der Wind an vorhangschweren Fenstern rüttelt, gegen die der allgegenwärtige englische Regen trommelt. In Zeiten zunehmender Globalisierung eine verstaubte Vorstellung dessen, was England ausmacht? Sicherlich, doch ist es oft genau das, was der Tourist hinter den Kulissen englischer Häuser vermutet und - zu Recht - hofft, dies in der anheimelnden Atmosphäre eines historischen Inns selbst genießen zu können. Kreative Angebote wie "home hosted dinners" laden ein, England "by design" zu genießen. Sie öffnen Türen, die dem Reisenden bislang verschlossen blieben und schaffen Einblicke in das England von heute.
Pferderennen, Polo und Golf stehen symbolisch für England und Fußball ist eine nationale Angelegenheit. Die Duelle auf dem heiligen Rasen elektrisieren ein ganzes Volk. Man ist Fan und man feiert seine Erfolge lautstark und gebührend im Stadion und anschließend im Pub. Vielerorts schmücken Fan-Utensilien von Fußballvereinen die Wände, und oft werden Fußballspiele live übertragen. Auch nach der Arbeit trinkt man mit den Kollegen gerne noch ein Bier, bevor man sich auf den Heimweg macht. Beim "pub-crawl", einem Kneipenbummel, bekommt man in kurzer Zeit einen Eindruck von der sehr traditionellen Einrichtung der oft uralten Häuser, kann sich durch Bier- und Ale-Sorten probieren und oft hat man Glück, Live-Musik zu erleben. Engländer sind legendär gastfreundlich, locker und Sie finden sicher schnell einen netten Kontakt. Die beste Möglichkeit, über Ihr Reiseziel noch mehr zu erfahren als hier bei "britain by design".
Probieren Sie es aus!